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Vorläufige Übernahme von Activision Blizzard blockiert

Die Logos des amerikanischen multinationalen Technologiekonzerns Microsoft und des Videospielunternehmens Activision Blizzard. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andre M. Chang/ZUMA Press Wire/dpa)
Der Software-Riese Microsoft wollte die Videospiele-Firma Activision Blizzard für rund 70 Milliarden Dollar schlucken. Doch ein US-Richter hat den Deal vorerst gestoppt.

Die Übernahme der Videospiele-Firma Activision Blizzard durch Microsoft ist vorläufig von einem US-Richter blockiert worden. Er setzte den Deal zunächst bis zur Entscheidung über eine von der Handelsaufsicht FTC beantragte Einstweilige Verfügung gegen die rund 69 Milliarden Dollar teure Übernahme aus. Eine Anhörung darüber wurde für den 22. und 23. Juni angesetzt.

Die FTC hatte bereits im Dezember eine Klage eingereicht, um den Deal zu verhindern. Microsoft und Activision Blizzard hatten die Übername im Januar 2022 angekündigt. Die FTC ist der Ansicht, dass Microsoft dadurch zu viel Marktmacht im Videospiele-Geschäft bekommen würde.

Auch außerhalb der USA ist die Übernahme umstritten. Großbritanniens Kartellwächter legten im April ein Veto ein. Microsoft und Activision Blizzard legten Widerspruch dagegen ein. Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission stimmten der Transaktion hingegen im vergangenen Monat unter Auflagen zu. Der Xbox-Konzern Microsoft will sich mit dem Zukauf beliebte Videospiele wie «Call of Duty», «Overwatch» und «Candy Crush» sichern.