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Kritik an mangelnder Transparenz bei Luca-App

Die neue Corona-Warn-App ist auf einem iPhone geöffnet. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)
Die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung von Corona-Infektionsketten wird bereits in einigen Bundesländern genutzt. Datenschützer sind alarmiert und kritisieren den Anbieter. Grund ist der Quellcode.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat mangelnde Transparenz der Anbieter der Luca-App kritisiert.

«Ohne den Quellcode ist nicht einsehbar, wie eine Software funktioniert», sagte Caspar der «Rheinischen Post». Ein Quellcode ist der lesbare Text eines Computerprogramms. Die Luca-App wird dem Bericht zufolge in einigen Bundesländern bereits zur Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie genutzt, darunter Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Baden-Württemberg. Weitere Länder planen demnach den Einsatz.

Die datenschutzrechtlichen Dokumentationen müssten vor der Inbetriebnahme erstellt und das Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Menschen müsse bekannt sein, sagte Caspar. Die Datenschutzfolgenabschätzung sei noch nicht bekannt gegeben, sie sei aber für eine datenschutzrechtliche Bewertung unerlässlich. «Dies sollte dringend nachgeholt werden; insbesondere, da die App in einigen Kommunen und Ländern bereits zum Einsatz kommt.»