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Iran: USA und Israel hinter Cyberangriff auf Tankstellennetz

Ein Mann betankt sein Auto an einer Tankstelle. Der iranische Präsident hat den Cyberangriff auf das landesweite Zahlungssystem in Tankstellen scharf verurteilt. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Vahid Salemi/AP/dpa)
Chaos an den Tankstellen in Teheran: Landesweit wurden plötzlich keine Subventionskarten mehr akzeptiert - der Kraftstoffpreis verdoppelte sich. Der Iran ist sicher: Ein gezielter Hackerangriff.

Der Iran hat seine politischen Erzfeinde Israel und USA für den Cyberangriff auf das landesweite Tankstellennetz verantwortlich gemacht.

«Die Untersuchungen laufen zwar noch, aber unserer Einschätzung nach stecken definitiv die Amerikaner und die Zionisten (Israelis) dahinter», sagte Gholamresa Dschalali, Chef der Abteilung für Cyber-Sicherheit, laut Medienberichten am Sonntag.

Der Cyber-Angriff auf das Zahlungssystem der Tankstellen hatte am Dienstag für lange Schlangen und Chaos in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten gesorgt. Iraner konnten an vielen Tankstellen nur ohne ihre Karte für subventioniertes Benzin tanken, der Kraftstoff war dann aber doppelt so teuer. Der Iran sprach zunächst von einem «technischen Defekt», bestätigte jedoch später den Cyberangriff. Israel hat in den vergangenen Jahren mehrmals Cyberangriffe auf das Netzwerk der iranischen Atomorganisation geführt, die erhebliche finanziellen Schäden verursachten.

Im gleichen Zusammenhang erklärte sich auch eine angeblich iranische Hackergruppe namens «Gonjeshk’e Darandeh» («Wilder Sperling» oder auch «Killer-Spatz») verantwortlich für den Angriff. Die Aktion sei im Zusammenhang mit den Unruhen 2019 wegen der erhöhte Benzinpreise gewesen und ei Protest gegen die Tötung und Festnahmen von Hunderten Demonstranten. Die Gruppe soll auch das Bahnnetz und die Überwachungskameras des Ewin-Gefängnisses gehackt haben.