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EU-Kommission hat Bedenken gegen Milliardenkauf von Broadcom

Außenansicht der VMware-Zentrale in Palo Alto. Der Chipkonzern Broadcom will sein Software-Geschäft mit der Übernahme des Cloud-Spezialisten verstärken. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Paul Sakuma/AP/dpa)
Der Chipkonzern Broadcom will mit der Übernahme von VMware sein Software-Geschäft stärken. Doch die EU-Kommission befürchtet Wettbewerbsnachteile. Kann der US-Konzern die Bedenken ausräumen?

Die EU-Kommission hat Bedenken gegen die geplante Übernahme des Cloud-Spezialisten VMware durch den US-Chipkonzern Broadcom. Man vertrete die vorläufige Auffassung, dass die geplante Übernahme den Wettbewerb auf dem Markt für bestimmte Hardwarekomponenten beschränken könnte, teilte die Kommission am Mittwochabend mit.

Einer Prüfung zufolge bestehe das Risiko, dass der US-Konzern Broadcom Wettbewerbern den Zugang zu spezieller Software von VMware verschlechtern könnte und so den Markt gegen deren Hardware abschotten würde. Broadcom hat nun Gelegenheit, Stellung zu nehmen und die Bedenken der Kommission auszuräumen.

Vor knapp einem Jahr war bekanntgeworden, dass der Chipkonzern Broadcom sein Software-Geschäft mit der Übernahme von VMware verstärken will. Broadcom hatte damals 142,5 Dollar pro Aktie geboten, was einen Preis von insgesamt rund 61 Milliarden Dollar (rund 55,5 Mrd. Euro) bedeutete. Broadcom sollte zudem acht Milliarden Dollar an Schulden von VMware übernehmen. VMware ist auf Cloud-basierte Software für Unternehmen spezialisiert und gehörte bis zur Abspaltung 2021 mehrheitlich zum US-Computerkonzern Dell Technologies.