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Paus: Algorithmen schreiben Geschlechterklischees fort

Männer und Frauen werden in vielen Bereichen unterschiedlich behandelt. Dies ist auch bei Algorithmen der Fall. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sebastian Gollnow/dpa)
Die Digitalisierung soll das Leben der Menschen vereinfachen - eigentlich. Doch laut Bundesfamilienministerin Lisa Paus werden einige Personengruppe von der Technik benachteiligt.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus hat davor gewarnt, dass die Digitalisierung ohne ein Umsteuern die Ungleichheit zwischen Männer und Frauen zu verschärfen droht.

«Der digitale Wandel schreitet weltweit rasant voran und verändert unser Leben und unsere Gesellschaften. Viel zu oft fehlt aber die weibliche Perspektive», sagt die Grünen-Politikerin anlässlich der 67. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission, für die sie nach New York gereist ist. Das Thema der diesjährigen Sitzung ist «Innovation, technologischer Wandel und digitale Bildung für Geschlechtergleichstellung».

Paus hält die digitale Technik nicht für neutral. «Beispielsweise schreiben die Algorithmen Geschlechterklischees fort – zum Nachteil von Frauen und anderen vulnerablen Gruppen», sagt die Politikerin. Zudem hätten Frauen in vielen Ländern kaum Zugang zum Internet.

«Frauen und Männer sollen in ihrer Diversität gleichermaßen vom digitalen Wandel profitieren können», sagt Paus. Dafür müsse Digitalisierung feministisch gestaltet werden. Wie konkret das aussehen soll oder wen sie dafür in der Verantwortung sieht, sagte die Ministerin nicht.