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Frankreich plant Verhaltenskodex für Influencer

Influencer haben eine «besondere Verantwortung», sagt Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild)
Ob Mode, Kosmetik oder Reisen: Influencer äußern sich zu einer Vielzahl von Themen - oftmals gegen Bezahlung. Paris will die Praktiken stärker regulieren und dazu auch die Öffentlichkeit heranziehen.

Frankreichs Regierung will die Praktiken von Influencern stärker regulieren. Millionen Menschen ließen sich von Influencern Tipps bei Reisen oder Mode geben, sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Sonntag auf Twitter. «Sie spielen also eine Rolle in unserem täglichen Leben. Das gibt ihnen eine besondere Verantwortung.»

Die überwiegende Mehrheit halte sich zwar an die Regeln. «Aber es gibt auch einige Betrügereien oder manchmal einfach nur Vergesslichkeit: Man vergisst zu sagen, dass man dafür bezahlt wurde, ein bestimmtes Produkt, eine bestimmte Website oder eine bestimmte Reise zu empfehlen», fügt er hinzu.

Die französische Regierung will nun die Öffentlichkeit befragen. Bis Ende Januar können sich alle Französinnen und Franzosen auf einer Website zu verschiedenen Maßnahmen äußern. Dazu zählen etwa die Rechte und Pflichten von Influencern und der Verbraucherschutz. Daraus soll dann der Verhaltenskodex entwickelt werden.

Die Frage, ab wann ein Instagram-Beitrag eine kennzeichnungspflichtige Werbung ist, hat auch deutsche Gerichte in den vergangenen Jahren regelmäßig beschäftigt.